Wichtige Allergie­auslöser

(Familie Birkengewächse, Unterfamilie Haselnussgewächse, Gattung Corylus)

Beschreibung: Bis zu fünf Meter hoher sommergrüner Strauch mit grünen, herzförmigen Blättern und getrennten weiblichen und männlichen Blüten auf einer Pflanze. Weibliche Blüten sind sehr klein und verborgen, die männlichen gelben Blüten treten in „Kätzchen“ auf. Frucht ist die Haselnuss.

Mögliches Pollenvorkommen: Mitte November bis Ende Mai

Blütezeit: Anfang Januar bis Mitte April, Hauptblütezeit: Ende Januar bis Mitte März

Kreuzallergenität ist möglich zu verwandten Haselnuss-, Erlen-, Birkengewächsen und weiteren verwandten Buchengewächsen wie Buche, Eiche oder Edelkastanie.  Seltener können auch Kreuzreaktionen auf verwandte und nicht-verwandte Arten bestehen, wenn Patienten auf Allergenfamilien reagieren, die generell in Pflanzen und somit in verschiedenen Pollenarten vorkommen (z.B. Polcalcine, Profiline).

Verwandte Arten innerhalb der Gattung Haselnüsse:  Gemeine Hasel (Corylus avellana), Lamberts-Haselnuss (Corylus maxima), Bluthasel/Purpur-Hasel (Corylus maxima purpurea), Korkenzieher-Hasel (Corylus avellana „contorta“), Türkische Baumhasel (Corylus corluna). Weitere verwandte Gattungen, die auch zur Unterfamilie Haselnussgewächse gehören: Hainbuchen, Hopfenbuchen und Scheinhopfenbuchen.

Baumhasel
Baumhasel

(Familie Birkengewächse, Gattung Alnus)

Beschreibung: Sommergrüner bis zu 25 Meter hoher Baum mit grünen, vorne breiten und eingebuchteten, Blättern und getrennten weiblichen und männlichen Blüten auf einer Pflanze. Männliche Kätzchenblüten hängen zu 2-3 an den zweigenden, sind zuerst purpurn, dann nach der Öffnung hellgelb und 6 – 10 cm lang. Weibliche Blüten sind oval und purpurn und befinden sich zu 2-8 an den Zweigenden.

Mögliches Pollenvorkommen: Ende November bis Anfang Juli

Blütezeit: Anfang Januar bis Anfang Mai, Hauptblütezeit: Ende Februar bis Mitte/Ende März

Kreuzallergenität ist möglich zu verwandten Erlen-, Haselnuss- und Birkengewächsen und weiteren verwandten Buchengewächsen wie Buche, Eiche oder Edelkastanie. Seltener können auch Kreuzreaktionen auf verwandte und nicht-verwandte Arten bestehen.

Erlen-Arten: Schwarz-Erle (Alnus glutinosa), Grau-Erle (Alnus incana, Blütezeit März- April), Grünerle (Alnus viridis, in der Baumvegetation der Alpen, Blütezeit April bis Mai). Auf Korsika und in Süditalien kommt die Herzblättrige Erle vor (Alnus cordata). Sie wird inzwischen als „Italienische Erle“ genauso wie die Purpur-Erle (Alnus x spaethii) in Deutschland zunehmend angepflanzt, da diese Arten hitzeverträglicher sind.

alte Erlenblüten
alte Erlenblüten

(Familie Birkengewächse, Gattung Betula)

Beschreibung: Bis zu 20 Meter hoher sommergrüner Baum mit doppelt gesägten Blättern mit langer Spitze. Weibliche und männliche Blüten auf einer Pflanze. Männliche Kätzchen sind 3 bis 6 cm lang und stäubend hellgelb, grünliche, später braune, weibliche Kätzchen sind 2-3 cm lang und befinden sich an den Zweigenden unterhalb der männlichen Blütenstände. Charakteristische glatte, silbrig-weiße Rinde mit dunklen Querbinden.

Mögliches Pollenvorkommen: Anfang März – Mitte Juli

Blütezeit: Ende März bis Ende Mai. Hauptblütezeit:  2.Viertel März bis Ende März

Kreuzallergenität: ist möglich zu verwandten Birken-, Erlen und Haselnussgewächsen und weiteren verwandten Buchengewächsen wie Buche, Eiche, Edelkastanie. Seltener können auch Kreuzreaktionen auf verwandte und nicht-verwandte Arten bestehen.

Birken-Arten: Hänge-Birke oder Weiß-Birke (Betula pendula), Moor-Birke (Betula pubescens), Papier- Birke (Betula papyrifera), Schwarz-Birke (Betula nigra), Himalaya-Birke (Betula utilis)

Die Birke hat eine ähnliche Blütezeit wie die Esche.

Birken Blüten
Birken Blüten

(Familie Ölbaumgewächse, Gattung  Fraxinus )

Beschreibung: Die Esche ist ein sommergrüner 25-40meter hoher Baum. Die unscheinbaren Blütenstände erscheinen vor den Blättern. Sie können männlich und weiblich aber auch mehr oder weniger bis hin zu rein männlichen oder weiblichen Blüten reduziert sein. Eschen sind windblütig und in Mitteleuropa weit verbreitet.

Mögliches Pollenvorkommen: Mitte /Ende Januar bis Mitte/Ende Juni

Blütezeit: Mitte März bis Mitte Mai. Hauptblütezeit: Anfang bis Ende April

Kreuzallergenität ist möglich zu verwandten Eschenarten und weiteren verwandten Ölbaumgewächsen wie Olivenbaum, Liguster oder Flieder.  Seltener können auch Kreuzreaktionen auf verwandte und nicht-verwandte Arten bestehen.

Eschenarten: Gemeine Esche (Fraxinus excelsior), Blumen- oder Manna-Esche (Fraxinus ornus, wird durch Insekten bestäubt), Schmalblättrige Esche (Fraxinus angustifolia), Weiß-Esche (Fraxinus americana), Rot-Esche oder Pennsylvanische Esche (F. pennsylvanica)

Zu dieser Pflanzenfamilie gehören auch die windblütigen Olivenbäume aber auch insektenbestäubte Pflanzen wie Flieder, Jasmin, Liguster und Forsythien.

Eschenblüten
Eschenblüten

(Familie Süßgräser, Poaceae)

Beschreibung: Gräser sind sehr häufige Pflanzen unserer Flora. Es sind Pflanzen mit langen, schmalen Blättern und häufig eher unscheinbaren Blüten. Gräser gehören zur Ordnung der Süßgrasartigen, zu der hauptsächlich die Familie der Süßgräser (Poaceae) und die Familie der Sauergräser gehört. Wenn von einer Gräserallergie die Rede ist, ist in der Regel eine allergische Reaktion auf Süßgräser gemeint (Poaceae), zu der viele Gräser gehören. Hierbei gibt es früh- und spätblühende Arten.

Gräserpollen können durch Vor- und Nachblütezeiten schon im März oder noch bis November vorkommen. Meistens beginnt die Blütezeit im April. Dabei bestehen unter den einzelnen Gräserarten ähnliche allergene Strukturen, so dass Gräserpollenallergiker im späten Frühjahr, während des Sommers und bis zum Herbst unter ihrer Allergie leiden können. Eine besonders starke Gräserblüte besteht während der Hauptblütezeit zwischen Ende Mai und Mitte Juli.

Mögliches Pollenvorkommen: Mitte März bis November

Blütezeit: April bis September/Oktober. Hauptblütezeit: Ende Mai bis Mitte Juli

Wiesen-Fuchsschwanzgras
Wiesen-Fuchsschwanzgras

Wichtige Auslöser sind dabei beispielsweise das Wiesenfuchsschwanzgras (Alopecurus pratensis), Wiesenknäuelgras (Dactylis glomerata), Wiesenrispengras (Poa pratensis), Weidelgras (Lolch, Lolium perenne), Gewöhnliches Ruchgras (Anthoxanthum odoratum) und besonders das Wiesenlieschgras (Phleum pratense). Auch Getreidearten (Gerste, Hafer, Weizen, Dinkel Roggen) gehören zu den Gräsern. Besonders der Roggen, der zu den Süßgräsern gehört, kann während seiner Hauptblütezeit, Ende Mai bis Juni, ebenfalls für starke allergische Reaktionen sorgen.

Menschen mit einer Gräserpollenallergie können auch auf Maispollen allergisch reagieren. Auch der Mais gehört zu den Süßgräsern. Maispollen sind jedoch viel größer als die Pollen der Wiesengräser und fliegen in der Regel nicht so weit. Allergische Reaktionen sind daher bei Gräserpollenallergikern besonders beim Aufenthalt in der Nähe von Maisfeldern möglich.

Blütezeit: Ende Juni bis September. Hauptblütezeit: Juli bis August

Gräserpollenallergiker müssen neben der Kreuzallergenität zu den heimischen Gräsern, auch die Kreuzallergenität zu neuen oder invasiven Gräserarten berücksichtigen. Auch blühendes Chinaschilf, Pampasgras oder Bambus kann bei Gräserallergikern Probleme verursachen.

(Familie Asteraceae / Compositae / Korbblütler, Gattung Artemisia)

Synonyme: Pfefferkraut, Fliegenkraut, Wilder Wermut, Geißbart, Gänsekraut (engl. Mugwort)

Beschreibung: Beifuß (Artemisia vulgaris) ist eines der am weitesten verbreiteten Wildkräuter Europas und wird als Gemüse-, Heil- und Gewürzpflanze verwendet. Die grüne Pflanze ist reich verzweigt mit 1-2-fach gefiederten Blättern. Die windblütige Staude kann 30 bis 200 cm hoch werden und hat rispige Blütenstände. Die Laubblätter sind oberseits dunkelgrün und auf der Unterseite weiß bis graufilzig behaart. Das ist ein gutes Unterscheidungsmerkmal zur Ambrosia-Pflanze, deren Blätter auf beiden Seiten grün sind. Die rispigen Blütenstände mit vielen Blütenköpfchen sind eher unscheinbar mit gelblich bis rötlichbraunen Blüten. Es gibt sehr unterschiedliche Blattformen. Die oberen Stengelblätter sind tiefer gesägt als die unteren. Der Beifuß ist in Europa weit verbreitet. Man findet ihn am Wegesrand an Ufern, Schuttplätzen oder Freiflächen aber auch in städtischen Gebieten an Verkehrsinseln und Straßenrändern.

Beifuß ist ein häufiger Auslöser für Pollenallergien. Kontaktallergien (Hautreaktionen) sind seltener aber möglich.

Mögliches Pollenvorkommen: Ende Mai bis Mitte November

Blütezeit: Ende Juni bis Anfang Oktober. Hauptblütezeit: Juli bis Mitte August.

Kreuzallergenität ist möglich zu verwandten Beifußarten aus der Gattung Artemisia. Zudem können Kreuzreaktionen zu weiteren Korbblütlern bestehen: Beifußblättrige Ambrosia, Sonnenblumen, Goldrute, Löwenzahn, Kamille u.a.  Bei blühenden insektenbestäubten Korbblütlern sind mögliche allergische Reaktionen durch Pollen aber in der Regel nur in der Nähe der Pflanzen zu erwarten. Beifußpollen sind die wichtigsten Kräuterpollenallergene und besitzen eine mittelstarke allergene Potenz. Nach den Gräsern und Baumpollen ist der Beifuß das drittwichtigste Pollenallergen. Schon 13 Pollen pro Kubikmeter reichen für eine klinische Symptomatik aus.

Beifußarten aus der Gattung Artemisia: Feld-Beifuß (A. campestris) Strand-Beifuß (Artemisia maritima), Ligurischer Beifuß (A.), Österreichischer Beifuß (A. austriaca), Indianischer Frauenbeifuß (A. frigida), Weißer Beifuß (A. lactiflora), dem Moxakraut (Chinesisches oder Amerikanisches), Estragon (A. dracunculus), Echte Edelraute (A. umbelliformis) oder dem Wermut (Artemisia absinthium).

Beifuß
Beifuß

(Familie Korbblütler, Gattung Ambrosia)

Beschreibung: Die Beifußblättrige Ambrosie (Ambrosia artemisiifolia) ist eine einjährige, buschig verzweigte Pflanze mit doppelt fiederspaltigen grünen Blättern, die ursprünglich aus Nordamerika stammt. Sie wird 20 bis 150, manchmal auch bis zu 180 cm groß. Ihre Stängel sind behaart. Ältere Pflanzen haben einen rotbraunen Stängel. Ober- und Unterseite der Blätter sind grün. Männliche und weibliche Blüten stehen getrennt an einem Blütenstand. Die weiblichen Blüten sind unscheinbarer und befinden sich am Blütenstand unterhalb der männlichen gelblichen Blütentrauben in den Achseln von Hüllblättern.

Die Keimung der Pflanze aus Samen erfolgt März/April und ist bis August möglich. Bis Ende Mai erfolgt langsames Wachstum, die Pflanzen sind dann bis 15 cm groß, das Hauptwachstum erfolgt im Juni/Juli.

Ambrosia kann in privaten Gärten auftauchen, meist durch Verwendung von kontaminiertem Vogelfutter. Sie wächst auf Freiflächen, an Weg- und Straßenrändern, in Neubaugebieten, Wildwiesen, Pflückblumenfeldern, Erdaufschüttungen, Schuttplätzen oder Äckern. Ihre Verbreitung erfolgt durch Vogelfutter oder Saatgut für Sonnenblumenfelder, außerdem kann der Samen überanhaftendes Erdmaterial über Autoreifen oder Landmaschinen verschleppt werden. Die Samenbildung erfolgt ab Mitte September, eine Pflanze kann mehrere tausend Samen bilden, die über Jahrzehnte keimfähig bleiben.

Unter den allergieauslösenden Pflanzen gehören Ambrosia-Arten zu den stärksten Auslösern. Bei der Beifußblättrigen Ambrosie reichen wenige Pollen (6-10 Pollen) pro Kubikmeter Luft aus, um allergische Beschwerden auszulösen. Es können auch starke asthmatische Beschwerden auftreten. Diskutiert werden auch allergische Reaktionen bei Hautkontakt mit der Pflanze.

Die Pollenbelastungen können dabei auch durch Pollen erhöht werden, die durch Ferntransporte aus anderen Ländern in höheren Luftschichten nach Deutschland getragen werden können.

Mögliches Pollenvorkommen: Anfang Juni bis Anfang November

Blütezeit: Anfang Juli bis Mitte Oktober. Hauptblütezeit: Ende Juli bis August.

Fast alle Patienten mit Beifuß-Allergie reagieren auch auf Ambrosia. Das liegt an ähnlichen Hauptallergenen von Beifuß und Ambrosia (Art v1 und Amb a4, Art v6 und Amb a1) und an ähnlichen Nebenallergenen. Mit Hilfe der Komponentenbasierten (molekularen) Allergiediagnostik kann eine primäre Sensibilisierung auf Ambrosia von einer Kreuzreaktion mit Beifuß unterschieden werden.

Kreuzreaktionen entstehen durch ähnliche Allergene von Ambrosia mit Beifuß, aber auch mit anderen Pflanzen aus der Familie der Korbblütler.

Ambrosia
Ambrosia

Neue oder bisher wenig beachtete Pollen­allergie­auslöser

(Ordnung Seifenbaumartige, Familie Bittereschengewächse, Gattung Ailanthus)

Beschreibung:  Der Götterbaum (Ailanthus altissima), ein sommergrüner Laubbaum, gehört zu den invasiven Pflanzen-Arten, die heimische Pflanzen verdrängen können. Er kommt ursprünglich aus China und ist wärmeliebend. Inzwischen breitet er sich bei uns besonders in städtischen Gebieten aus. Der Götterbaum (Ailanthus altissima) wird inzwischen weltweit als aufkommendes Allergen gemeldet und ist Gegenstand der Forschung.

Er vermehrt sich durch Wurzelausläufer aber auch durch Samen, die durch den Wind oder über Wasserwege verbreitet werden können. Die weißen, rispenartigen Blütenstände sind nektarreich und werden von Insekten besucht. Pollen können durch Wind im Umkreis der Pflanzen verbreitet werden. Keimlinge sollen im Jungstadium mitsamt der kompletten Wurzel ausgezogen werden. Ältere Bäume lassen sich nur sehr schwer entfernen, da nicht entfernte Wurzelausläufer immer wieder austreiben. Rinde und Blätter können allergische Hautreizungen hervorrufen. Baumfällen und Wurzelrodungen sollen nur mit Handschuhen bzw. Schutzkleidung erfolgen! Pflanzenteile bitte nicht in den Kompost geben.

Blütezeit: Mai/Juni-Juli

Götterbaumblüten
Götterbaumblüten

(Familie Palmengewächse (Arecaceae), Chamaerops excelsa syn. Trachycarpus fortunei)

Beschreibung:  Fächerpalme mit einer Wuchshöhe von 12 – 15 Meter. Stamm mit braunen Fasern bedeckt. Die Krone hat 50 oder mehr Blattfächer. Ab einer Höhe von einem Meter erscheinen im Frühjahr entweder männliche oder weibliche Blüten. Es gibt daher männliche oder weibliche Pflanzen. 

Die männlichen Blütenstände haben auffällige gelbe Blüten. Die weiblichen Blütenstände sind hellgrün und mit weniger Blüten besetzt. Heimisch ist die Palme im Himalaya, in Nord-Indien und Thailand sowie in China. Sie wird in Europa häufig in Parks und inzwischen auch in privaten Gärten angepflanzt, weil sie kälteresistent ist. In der Schweiz wird bereits vor ihrer steigenden Invasivität durch den Klimawandel gewarnt. Durch Vögel kann sie über ihre Samen aus den Gärten verwildern. Möglicherweise besteht auch Allergenität. Dies ist bereits für die Kokos-Palme (Cocos nucifera) oder die Dattelpalme (Phoenix dactilifera) untersucht.

Hanfpalme
Hanfpalme

(Familie Wolfsmilchgewächse, Gattung Mercurialis)

Beschreibung:  Das hellgrüne, einjährige Bingelkraut (Mercurialis annua) gehört zu den Wolfsmilchgewächsen (Euphorbiaceae). Die Pflanze stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. In Mitteleuropa ist sie seit dem 16. Jahrhundert eingebürgert. Ab dem Frühsommer treten die ersten Pflanzen auf. In der Regel gibt es weibliche und männliche Pflanzen. Die Pflanze ist windblütig, kann aber auch insektenblütig sein. Die Blütezeit erfolgt meist ab Juni, sie kann aber bis zum Herbst anhalten. Manchmal können zwei Pflanzengenerationen in einer Saison ausgebildet werden. Das Bingelkraut ist frostempfindlich. Die Pflanze wächst besonders auf stickstoffreichen und lehmigen Böden.

Blütezeit: Juni bis November, manchmal auch länger

Zu den Wolfsmilchgewächsen gehört auch der Weihnachtsstern oder der Wunderbaum (Rizinus communis).

Bingelkraut
Bingelkraut

Weitere Pollen­allergie­auslöser – Bäume

(Familie Weidengewächse, Gattung Salix )

Beschreibung: Sommergrüne Sträucher oder Bäume mit ovalen oder länglichen, zugespitzten Blättern. Die Blüten erscheinen unmittelbar vor dem Laubaustrieb. Es gibt weibliche und männliche Pflanzen. Letztere tragen männliche Kätzchen, die gelblichen Pollen abgeben.

Mögliches Pollenvorkommen: Anfang Februar bis Anfang Juli

Blütezeit: Anfang März bis Ende Mai. Hauptblütezeit: Ende März bis Anfang Mai.

Salweide, Ohr-Weide, Bruch-Weide, Korb-Weide: Feb. – April

Silberweide, Trauer-Weide, Kopf-Weide: März/April – Mai

Lorbeer-Weide – Mai bis Juni

Kreuzallergenität ist möglich innerhalb der Familie der Weidengewächse zu Weiden- und Pappelarten. Arten-Beispiele: Salweide, Bruch-Weide, Grau-Weide, Silber-Weide, Trauer-Weide, Ohr-Weide, Lorbeerweide, Korb-Weide.

Weibliche Weidenblüten
Weibliche Weidenblüten

(Familie Weidengewächse, Gattung Populus )

Beschreibung: Bis zu 30 Meter hohe sommergrüne Bäume mit lang gestielten, herzförmigen Blättern mit verlängerter Spitze. Es gibt männliche und weibliche Pflanzen. Die Blütenkätzchen erscheinen einige Zeit vor dem Laubaustrieb. Die Pappel ist windblütig. Die männlichen Kätzchen haben häufig zuerst rötliche dann zunehmend grauweiße Staubblätter. Die weiblichen Kätzchen sind grünlich und kürzer.

Mögliches Pollenvorkommen: Anfang Februar bis Anfang Juni

Blütezeit: Ende Februar bis Anfang Mai. Hauptblütezeit: Mitte März bis Mitte April.

Kreuzallergenität ist möglich innerhalb der Familie der Weidengewächse zu Weiden- und Pappelarten.

Arten-Beispiele: Schwarz-Pappel (Populus nigra), Säulen-Pappel (Populus nigra italia), Zitter-Pappel (Espe, Populus tremula), Silber-Pappel/Weiß-Pappel (Populus alba), Grau-Pappel (Populus canescens), Gewöhnliche Balsam-Pappel (Populus balsamifera), Westliche Balsam-Pappel (Populus trichocarpa), Kanadische Pappel (Populus canadensis), Pyramiden-Pappel (Populus nigra „Italica“) Amerikanische Schwarz-Pappel (Populus deltoides)

Pappelbäume
Pappelbäume

(Familie Birkengewächse, Unterfamilie Haselnussgewächse, Carpinus betulus)

Synonyme: Weißbuche, Hagebuche, Hornbaum (engl. Hornbeam)

Beschreibung: Sommergrüner Laubbaum mit breiter Krone und bis zu 25 Meter hoch. Die Blätter sind langgestielt, oval mit Spitze und den typischen parallelen Seitennerven. Die Hainbuche ist windblütig. Männliche und weibliche Blüten kommen auf einer Pflanze vor. Die Blüten erscheinen kurz vor dem Blattaustrieb.

Mögliches Pollenvorkommen: Ende Februar bis Mitte/Ende Juni

Blütezeit: Ende März bis Mitte Mai. Hauptblütezeit: Anfang bis Mitte/Ende April.

Hainbuche
Hainbuche

(Familie Buchengewächse, Gattung Fagus)

Beschreibung: Sommergrüner, 25 bis 30 Meter hoher Laubbaum. Bei freiem Stand sehr breitkronig mit starken Ästen bis fast bis zum Boden. Im Bestand eher mit langem Baumschaft und hohem Blätterdach. Die Buche ist windblütig. Männliche und weibliche Blütenstände sind unscheinbar und befinden sich getrennt auf einer Pflanze. Buchen kommen in Europa vom Flachland bis zu den Alpen vor und benötigen ein mildes, feuchtes Klima.

Die Buche ist ein möglicher Auslöser für Heuschnupfen im Frühjahr. Eine Buchenpollenallergie tritt in erster Linie durch eine Kreuzreaktion aufgrund einer Birkenallergie auf. 

Mögliches Pollenvorkommen: Mitte/Ende März bis Anfang Juli

Blütezeit: Anfang April bis Ende Mai. Hauptblütezeit: Ab 1. Drittel April bis 1. Drittel Mai.

Kreuzallergenität ist möglich zu verwandten Arten, die zur Ordnung der Buchenartigen gehören wie die Familie der Birken- oder Haselnussgewächse (Hasel, Erle, Birke, Hainbuche, Hopfenbuche) und weiteren verwandten Buchengewächsen wie Eiche oder Edelkastanie.  Seltener können auch Kreuzreaktionen auf verwandte und nichtverwandte Arten bestehen.

Rotbuche
Rotbuche

(Familie Buchengewächse, Gattung Quercus)

Beschreibung: Sommergrüner 20 bis 40 m hoher Laubbaum mit kräftigen Ästen und gefurchter Borke. Typische Eichenblätter, je nach Art unterschiedlich ausgeprägt, Die Eiche ist windblütig. Männliche und weibliche Blütenstände befinden sich getrennt auf einer Pflanze. Eichen kommen in Europa bis zum Kaukasus vor. In Mitteleuropa sind sie vom norddeutschen Tiefland bis zu 1.000 Meter Höhe in den Alpen verbreitet.

Mögliches Pollenvorkommen: Ende Februar bis Mitte Juli

Blütezeit: Anfang April bis Anfang Juni. Hauptblütezeit: Ende April bis Anfang/Mitte Mai.

Kreuzallergenität ist möglich zu verwandten Arten, die zur Ordnung der Buchenartigen gehören wie die Familie der Birken- oder Haselnussgewächse (Hasel, Erle, Birke, Hainbuche, Hopfenbuche) und weiteren verwandten Buchengewächsen wie Buche oder Edelkastanie.  Seltener können auch Kreuzreaktionen auf verwandte und nichtverwandte Arten bestehen.

Eiche
Eiche

(Familie Buchengewächse, Gattung Castanea)

Beschreibung: Sommergrüner Baum mit breiter Krone, der bis zu 30 Metern hoch wird.  Auch als „Esskastanie“ bekannt. Die Blätter treiben Ende April bis Anfang Mai aus. Sie sind gezähnt und werden 12-20 cm lang. Die blattform ist elliptisch bis lanzettlich, die Blattspitze ist zugespitzt.  Die Blattoberseite ist dunkelgrün und glänzt, die Unterseite ist heller. Die Blätter haben Seitennerven und sind ledrig.

Edelkastanien blühen mit einem Alter von 20 bis 30 Jahren. Weibliche und männliche Blüten befinden sich auf einer Pflanze, in gemeinsamen Blütenständen aber in getrennten Blüten. Die wenigen weiblichen Blüten befinden sich am Grund des Blütenstandes, die vielen männlichen Blüten bilden lange (20 -25 cm) schwefelgelbe Kätzchen.

Blütezeit: Juni-Juli

Normalerweise ist die Edelkastanie bei uns in Deutschland bisher kein häufiger Pollenallergieauslöser. Sie wird von Insekten bestäubt und ist sekundär windblütig. Regional kann sie in der Nähe der Bäume eine Bedeutung als Allergieauslöser haben.

Kreuzreaktionen mit Pollenallergenen der Edelkastanie können beispielsweise bei einer Birkenpollenallergie bestehen.

Edelkastanie
Edelkastanie

Ulme

(Familie Ulmengewächse, Gattung Ulmus)

Beschreibung: Sommergrüne Laubbäume, bis zu 40 Meter hoch. Es gibt auch Sträucher. Die Blätter sind wechselständig und gestielt. Die Blätter sind asymmetrisch und haben Seitennerven, der Rand ist gezähnt. Eine Hälfte der Blätter ist immer etwas größer und setzt ungleich am Blattstiel an. Meist trägt die Ulme zwittrige, unscheinbare Blüten, die vor dem Laubaustrieb erscheinen und auch von Insekten besucht werden können. Die Ulme wird aber als windblütig eingestuft. Die Samen reifen relativ schnell von April bis Mai und sind von einer Flügelhülle umgeben. Die Flatter-Ulme wird inzwischen gerne als klimaverträglicher Baum angepflanzt, der selbst in einem trocken-warmen Stadtklima gedeiht.

Blütezeit: März - April

Lauben-Ulme
Lauben-Ulme

(Familie Platanengewächse, Gattung Platanus)

Beschreibung: Meist sommergrüne Laubbäume, 25 bis 40 Meter hoch. In Mitteleuropa wird häufig die Ahornblättrige Platane angepflanzt. Sie ist aus der Kreuzung aus Morgenländischer und Abendländischer Platane entstanden. Platanen sind windblütig. Die Blüten erscheinen mit den Blättern und befinden sich in kugelförmigen Blütenständen. Weibliche und männliche Blütenstände befinden sich getrennt voneinander auf einer Pflanze. Männliche Blüten sind grünlichgelb und klein, weibliche sind karminrot.

Blütezeit: Ende April bis Mai

Platanenblütenstände
Platanenblütenstände

(Familie Seifenbaumgewächse, Unterfamilie Rosskastaniengewächse, Gattung Acer)  

Beschreibung: Pflanzenarten der Gattung Ahorn gehören zu den Rosskastaniengewächsen. Allergien auf heimische Ahornpollen treten sehr selten auf. Die meisten Ahorne sind insektenblütig. Es kann aber sein, dass die Klebfähigkeit des Pollenkitts im Laufe der Blüte nachlässt und der Pollenkitt trocken wird. Dann kann eine sogenannte sekundäre Windblütigkeit entstehen. Typische Vertreter sind Berg-, Spitz- oder Feldahorn.

Blütezeit: im April-Mai.

Bereits windblütige Ahornart: Eschen-Ahorn (Acer negundo), eine invasive Art aus Nordamerika, die in vielen europäischen Ländern bereits eingebürgert ist. Er ist die einzige Ahornart mit gefiederten Blättern und ist ausschließlich windblütig und blüht vor dem Blattaustrieb.  Die männlichen Blüten befinden sich an hängenden Büscheln. Sie blühen gelblich.

Blütezeit: März bis April

Bergahorn
Bergahorn

Allergische Reaktionen auf Koniferen wie Eiben, Tannen, Fichten, Lebensbäume (Thuja), Wacholder, Zypressen oder Zedern sind möglich und können sich zum Teil auch mit den Pollenflugzeiten der Hauptauslöser für Pollenallergien wie z.B. der Birke überlagern. Kiefergewächse sind giftig. Ihre ätherischen Öle können zudem Haut und Schleimhäute reizen. Zu den Kiefergewächsen gehören auch Fichte (Picea), Tanne (Abies), Hemlocktanne (Tsuga) und Zeder (Cedrus, Blüte im Herbst), Douglasie (Pseudotsuga), Lärche (Larix) und Taubenbäume (Cathaya). Sie alle gehören zu den Nadelhölzern, den sogenannten Koniferen („Zapfenträger“). Innerhalb dieser Ordnung gibt es weitere mögliche Pollenallergieauslöser. Darunter die Europäische Eibe oder die Familie der Zypressengewächse mit echten Zypressen (Cupressus, Mittelmeerzypressen), Wacholdergewächsen (Juniperus), Scheinzypressen (Chamaecypari), Lebensbäumen (Thuja und Thujopsis/Hiba) und auch den als „Zedern“ bezeichneten Zypressengewächsen wie Weihrauchzeder oder Chilezeder.

Einige mögliche Kreuzreaktionen sind inzwischen bekannt. Bei allergischen Reaktionen auf Zypressenpollen sind bisher beispielsweise auch Kreuzreaktionen mit Pollen von Wacholder oder Lebensbaum (Thuja) und Scheinzypressen (Chamaecyparis) nachgewiesen worden. Zu den Zypressengewächsen gehört auch die Japanische Sicheltanne (Cryptomeria japonica). In Japan sind Pollen der Sicheltanne eine der häufigsten Allergieauslöser.

Konifere
Konifere

Scheinzypressen: Blütezeit: April bis Mai

Wacholder: Blütezeit: Ende April bis Anfang Juni

Thuja: Blütezeit:  April-Mai, witterungsbedingt auch früher.

Mittelmeerzypresse: Blütezeit: Ende März-Mai.

Weihrauchzeder: Blütezeit: März-April

Eibe: Hauptblütezeit: Ende Februar - April.

Kiefer Blütezeit meist von Ende April bis Anfang Juli mit einem Schwerpunkt im Mai.

Tanne Blütezeit: April/Mai-Juni

Fichte Blütezeit: April/Mai – Juni

Lärche Blütezeit: März-Mai

Douglasie Blütezeit: März/April-Mai

Zeder Hauptblütezeit: September/Oktober

 

Familienzugehörigkeiten der hauptsächlichen Gattungen der Koniferen

Klasse: Coniferopsida, Ordnung: Coniferales (Koniferen)

Familie Zypressengewächse (Cupressaceae), Unterfamilie: Cupressioideae

Gattung Scheinzypressen (Chamaecyparis)

Gattung Wacholder (Juniperus)

Gattung Lebensbäume (Thuja)

Gattung Zypressen (Cupressus)

Gattung Weihrauchzedern (Calocedrus)

Gatung Chilezedern (Austrocedrus)

Familie Zypressengewächse (Cupressaceae), Unterfamilie: Sequoioideae (Mammutbäume)

Gattung Riesenmammutbäume (Sequoiadendron)

Familie Eibengewächse (Taxaceae)

Gattung Eiben (Taxus)

Familie Kieferngewächse (Pinaceae)

Zedern, Tannen, Fichten, Lärchen, Kiefer, Douglasien

Unterfamilie Abitoideae

Gattung Tannen (Abies)

Gattung Hemlocktannen (Tsuga)

Gattung: Zedern (Cedrus)

und noch 3 unbekanntere Gattungen

Unterfamilie Laricoideae

Gattung Lärchen (Larix)

Gattung Douglasien (Pseudotsuga)

Gattung: Cathaya (Taubenbaum)

Unterfamilie Piceoideae

Gattung Fichten (Picea)

Unterfamilie Pinoidea

Gattung Kiefer (Pinus)